Nur drei von sechs möglichen Punkten holte die zweite Garde des SC Spelle-Venhaus am Heimspieltag am Samstag. Das wichtige Spiel gegen den Raspo Lathen/TVM I, einen der direkten Konkurrenten der Bezirksliga Emsland, verloren die SCSV Damen sang- und klanglos mit 3:0 (22:25, 23:25, 16:25). Erst im zweiten Spiel des Tages gegen den Tabellenvorletzten aus Lünne, fand das Team ansatzweise zu seiner normalen Leistung und gewann klar mit 3:0 (25:14, 25:5, 25:18).

Doch der Reihe nach. Noch vor zwei Wochen, im Hinrundenspiel gegen den TVM, waren die Speller Damen das überlegene Team. Zwar wurden durch eine schwache Phase zwei Sätze verloren gegeben, doch in den restlichen drei Sätzen überzeugte das Team von Trainer Hermann Preun mit einer guten Annahmeleistung und intelligentem Angriffsspiel. Diesmal wollte man es besser machen und drei Punkte konsequent nach Hause holen. Doch dieses Vorhaben schien schon nach den ersten Punkten, die der TVM geradezu mühelos im Speller Feld unterbrachte, zum Scheitern verurteilt. Schnell setzten sich die Meppener mit 14:9 ab, deren hochgewachsener Mittelblock diesmal nur selten verteidigt und ebenso schlecht umspielt werden konnte. Und auch mit den eigenen Aufschlägen konnte der SCSV kaum Druck aufbauen. Gegen Ende des Satzes kämpfte sich Spelle noch einmal Punkt für Punkt heran, doch für einen Satzgewinn reichte dies nicht mehr. Den Schwung der letzten Punkte galt es nun mitzunehmen in Satz Nummer zwei. Die Speller Damen fanden nun zunehmend die Löcher im gegnerischen Feld. Viele gelegte Bälle führten zu schnellen Punkten und brachten die Abwehr der Meppener durcheinander. Doch durch die hohe Eigenfehlerquote konnte sich der SCSV nie absetzen und so behielt Meppen letztendlich die Oberhand. Im dritten Satz stellte Trainer Hermann Preun noch einmal um und hoffte, dass die Wechsel – wie auch im Hinspiel gegen den TVM – noch einmal Schwung ins Speller Spiel bringen würden. Doch dies gelang leider nicht. Viele Aufschlagfehler, eine schlechte Annahme und die Qualitäten des gegnerischen Mittelblocks sicherten dem TVM den glatten und verdienten 3:0-Sieg.

Die Enttäuschung war groß, doch die Speller Damen hatten ja noch ein Spiel vor sich. So hieß es „Mund abputzen, weiter machen!“ und den Frust des ersten Spiels irgendwie in eine gute Leistung gegen den BW Lünne umzuwandeln. Und dies klappte hervorragend. Spelle brauchte zwar ein paar Punkte um in den ersten Satz zu finden, doch dann zog der SCSV das Tempo an und gewann den Satz deutlich. Im zweiten Satz brachten schon die Aufschlagserien von Alina Kulüke (8 Punkte) und Marie Rauen (10 Punkte) fast den Satzgewinn. Druckvolle Angriffe sorgten für den Rest. Im letzten Satz schalteten die Spellerinnen zwar einen Gang herunter, doch sie behielten trotzdem die Oberhand und besiegelten damit das deutliche 3:0 Endergebnis.

Ob Spelle jetzt noch eine Chance auf die oberen zwei Plätze hat ist fraglich und liegt ganz daran, welche der oberen vier Mannschaften wem wie viele Punkte abnimmt, bzw. schenkt. Durch die Zusammenstellung der Bezirksliga mit insgesamt fünf Mannschaften, die im letzten Jahr noch Bezirksklasse gespielt haben, zieht sich ein deutlicher Schnitt durch die Tabelle. Vier Mannschaften haben über 20 Punkte, vier Mannschaften teilweise deutlich unter 10 Punkte und Raspo Lathen II liegt mit 12 Punkten irgendwo dazwischen. Deshalb dürfte es sehr wahrscheinlich sein, dass die oben stehenden Mannschaften die Meisterschaft unter sich ausmachen und keine Punkte mehr verschenkt werden. Wenn die Speller Zweite gegen die beiden Lescheder Mannschaften gewinnt, ist zumindest alles getan, was jetzt noch in der eigenen Hand liegt, um einen oberen Tabellenrang zu erreichen. Doch all das entscheidet sich erst im nächsten Jahr.

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