Drei unglaublich wichtige Punkte im Aufstiegsrennen holte der SC Spelle-Venhaus II im Spitzenspiel beim FC 47 Leschede III. Mit 3:1 (31:29, 25:22, 16:25, 27:25) gewann der alte und neue Tabellenzweite auswärts diese extrem enge Begegnung und hat damit allerbeste Aussichten auf den Relegationsplatz … und vielleicht sogar ein bisschen mehr. Am letzten Spieltag in zweieinhalb Wochen steht noch die Partie gegen die eigene Drittvertretung ...an. Parallel ist der Dritte FC 47 Leschede IV gegen Leschede III und dann gegen Spitzenreiter Raspo Lathen/TVM I, der selbst nur drei Punkte mehr hat als die beiden Verfolger, gefordert.

An diesem Samstag missglückte für Spelle der Start (0:4, 2:7), ehe die Mannschaft Kampfgeist bewies und sich wieder herantastete. Zwischenzeitlich lag der Gast auch schon mal vorne. Doch dann hatte Leschede plötzlich wieder bessere Karten, vor allem dank guter Aufschläge und einer ohnehin gut sortierten Feldabwehr. Beim 24:21 hatte die Heimmannschaft drei Satzbälle. Doch der SCSV gab nicht auf, wehrte diese und später noch drei weitere ab. Im Herzschlagfinale dieses Durchgangs hieß es am Ende 31:29.
Der beste Durchgang der Speller war der zweite, als das Team von vorne wegmarschierte (14:7), den FCL einmal schnuppern ließ (18:16), dann aber auf 24:19 wegzog und schließlich den vierten Satzball auch verwertete. In dieser Phase klappte vor allem der Angriff hervorragend, auch die Annahme war stabiler als zu Beginn.

Von den guten Ansätzen war im dritten Satz aber nicht mehr so viel zu sehen. Mit dem Lescheder Service hatte der SCSV schwerwiegende Probleme. Schon früh war es deutlich (10:3), aber zumindest glaubte der Gast noch an seine Chance. Beim 11:13 war wieder Tuchfühlung da, doch die Fehlerquote blieb insgesamt viel zu hoch. Zum Schluss wurde es richtig deutlich. Der im Kampf um die Spitzenplätze nicht ganz wertlose dritte Satz war futsch.
Die Nachwirkungen waren bis weit in den vierten Abschnitt zu spüren. Die Gastgeber lagen mit 11:6 in Führung, bei Spelle fehlte noch immer der Rhythmus. Allgemein ragte an diesem Tag niemand heraus. Doch die Entschlossenheit war letztlich der Schlüssel dafür, dass der SCSV wieder aufschließen konnte. Nach dem Ausgleich zum 17:17 ging es Punkt für Punkt weiter. Angefeuert vom mitgereisten Publikum hatte das Auswärtsteam meist minimal die Nase vorn. Ein Zähler von Britta Wilmes brachte dann die ersten beiden Matchbälle (24:22), doch Leschede hielt mit großem Willen dagegen. Letztlich brachten zwei kuriose Situationen Spelle den Sieg. Eine Annahme von Libera Ilka Wagner tropfte unberührt ins Feld, dann pritschten die Gegner einen Ball ganz knapp ohne Not ins Aus.
Das war’s – 27:25, was für eine enge Kiste! Die Erleichterung war riesig. Der Jubel war groß, diese große Hürde kurz vor Saisonende übersprungen zu haben. Und die Pizza danach schmeckte auch.

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