Vier Stunden Volleyball, acht Sätze, fünf von sechs möglichen Punkten - so fällt die Bilanz der zweiten Mannschaft des SC Spelle-Venhaus nach dem Heimspieltag aus. Einem spannenden 3:2 (25:20, 25:22, 20:25, 20:25, 16:14) gegen den TuS Neuenkirchen folgte ein erwartungsgemäßer 3:0 (25:9, 25:19, 25:22)-Pflichtsieg gegen den Vorletzten BW Hollage. Zumindest temporär schob sich der Aufsteiger sogar an Eintracht Neuenkirchen vorbei auf Platz eins der Bezirksliga-Tabelle.
Gegen den TuS hatte Spelle das Hinspiel noch unnötigerweise verloren. Und auch diesmal erwies sich dieser Gegner als harter Brocken. In den ersten beiden Sätzen setzte sich der Gastgeber erst im Schlussspurt durch, bei wechselnder Führung verlief das Spiel bis dahin jeweils sehr ausgeglichen. Außenangreiferin und Führungsspielerin Kirsten Niehaus, die am Morgen umgeknickt war, kam erst im Laufe der Zeit ins Spiel. Trainer Martin Altenschulte ließ deshalb Mittelblockerin Lara Wagner über die Außenposition und Anna Eckseler über die Mitte angreifen. Besonders Anna trug entscheidend zum Gewinn des ersten Durchgangs bei, im Mittelblock punktete Melanie Rietmann ebenfalls konstant. Als im dritten Abschnitt drei Wechsel vollzogen wurden, verlor der SCSV etwas den Rhythmus. Der schnelle 1:9-Rückstand war nicht mehr aufzuholen, auch wenn es knapp wurde. Neuenkirchen bekam nun Aufwind, steigerte sich im Aufschlag und am Netz und holte auch Durchgang vier. Die Köpfe hingen nun bei den Spellerinnen, im Tiebreak setzte sich der Negativlauf fort, das Glück schien auch nicht auf ihrer Seite. Beim 14:9 hatte der TuS fünf Satzbälle. D2 Yve 150Doch eine Serviceserie von Kapitänin Yvonne Knieper (unter anderem mit zwei Assen) brachte sieben Punkte am Stück und doch noch den nicht mehr für möglichen gehaltenen Sieg.

Die zweite Begegnung gegen Hollage, nun unter Trainer Hermann Preun, hätte eine Stunde später eine klare Angelegenheit werden können. Das deutete sich zumindest im ersten Satz an. 25:9 - ein Resultat, das eigentlich keiner weiteren Erklärung bedurfte. Die Blau-Weißen hatten schwere Probleme in der Annahme und im Zuspiel, agierten ganz und gar unkonventionell. Aus einem Spaziergang wurde dennoch nichts, weil bei Spelle Kraft und vor allem Konzentration nachließen. Das Team passte sich zu sehr dem Level des Gegners an, schaukelte Satz Nummer zwei irgendwie über die Runden und musste im dritten Durchgang sogar lange einem Rückstand (bis zu vier Punkte) hinterherlaufen. Am Ende aber reichte es dennoch zum Erfolg. Die junge Marie Rauen war eine gute Regisseurin, auch Britta Wilmes und Magdalena Slump, die als junge Garde allesamt nun öfter auf dem Parkett standen, trugen ihren Teil zum Sieg bei.
Zumindest bis zum nächsten Wochenende, an dem der direkte Konkurrent Eintracht Neuenkirchen wieder die Möglichkeit hat zu Hause zu punkten, dürfen sich die Speller Damen über den Platz an der Tabellenspitze der Bezirksliga freuen.

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