2. Mannschaft

SCSV II schlägt Osnabrück mit Glück, Cleverness und Aufschlagstärke

20171028 D2Der SC Spelle-Venhaus II hat seinen Status als starker Aufsteiger bestätigt. Nach vier Runden ist der Neuling tatsächlich wieder Tabellenführer und als einziger Landesligist noch unbesiegt. Gegen den VC Osnabrück IV packte der Gastgeber allerdings keine Premium-Leistung aus. Beim 3:1 (25:18, 25:22, 21:25, 25:21) retteten die starken Aufschläge der Mannschaft den Kopf.

Die VCO-Talente bewiesen von Beginn an eine gewisse Klasse und viel Power in den noch dünnen Armen. Sie spielten sehr schnell und machten gleichsam neben dem Feld reichlich Alarm. Auch mit den Hinterfeldangriffen der Gäste hatten die Speller Schwierigkeiten, weil sie schwer zu blocken und ohne Block nicht leicht abzuwehren waren. Erst in der Endphase wurde das Ergebnis durch den gute SCSV-Aufschlag recht deutlich.

Im zweiten Durchgang wurde es noch enger. Der Osnabrücker Mittelangriff bereitete weiter Probleme. Doch auch jetzt konnte sich das Heimteam auf seine Aufschläge und seine Erfahrung verlassen. Wichtig waren auch die vielen gelegten Bälle, mit denen Spelle Cleverness und ein gutes Auge bewies.

Der dritte Abschnitt war schließlich geprägt von zu vielen Eigenfehlern, gerade in der Annahme. Trotz einer klaren 17:10-Führung brachte der Favorit den Sieg noch nicht in trockene Tücher und den Satz nicht über die Linie. Die Konzentration ließ spürbar nach, die folgende Ehrenrunde war überflüssig.

Immerhin steigerte sich der SCSV danach wieder, auch ein paar Umstellungen von Trainer Hermann Preun brachten Erfolg. Lena Höving regelte das Zuspiel gut, Kirsten Niehaus stabilisierte Annahme und Angriff, und nicht zuletzt brachte sich Ilka Wagner ein, die sogar insgesamt zwei direkte Punkte machte, was für eine Libera durchaus bemerkenswert ist. Im finalen Durchgang blieb es lange sehr knapp, Spelle war meist mit ein oder zwei Punkten vorne und hatte in der Schlussphase das nötige Glück, als die mutigen VCO-Youngster sich doch noch einige Patzer erlaubten. K.o. und erleichtert ging es für den Gewinner auf die Party zum 40. Geburtstag von Diagonalspielerin Astrid Cremer – und danach erst mal in eine Spielpause.

D2 20171021Eines steht schon mal fest: Der SC Spelle-Venhaus II ist nach dem Aufstieg in der Landesliga sofort angekommen. Die Spiele zwei und drei brachten am Samstag auch gleich die Siege zwei und drei in der neuen Spielklasse. Als Belohnung setzte sich das Team auch direkt, zumindest für einen Tag, an die Tabellenspitze. Dem 3:0 (26:24, 25:11, 25:6) gegen den blutjungen TV Cloppenburg II folgte ein hart umkämpfter Krimi gegen den bisherigen Tabellenführer BW Schinkel, den der Gastgeber mit Nervenstärke und Glück mit 3:2 (21:25, 25:23, 21:25, 25:14, 18:16) gewann. Es war das Produkt einer geschlossenen Leistung aller Spielerinnen.

Zu Beginn der ersten Partie war der SCSV noch etwas überrascht von den Aufschlägen und den Schnellangriffen des Gegners. Mit der Einwechslung von Kirsten Niehaus, die gleich drei Punkte beisteuerte, steigerte sich Spelle. Einen Satzball musste die Mannschaft abwehren, dann drehte sie den Spieß noch. Damit war der Widerstand weitgehend gebrochen. Im zweiten Abschnitt brachte eine 13-teilige Aufschlagserie von Kapitänin Yvonne Knieper von 2:2 auf 15:2 die schnelle Vorentscheidung. Noch deutlicher wurde es dann im dritten Durchgang, als kurzzeitig sogar die lautstarke Unterstützung der zweiten Fußball-Mannschaft des Vereins für zusätzliche Motivation sorgte.

Weitaus schwieriger, und das war von vornherein absehbar, wurde die zweite Partie gegen den Spitzenreiter. Im ersten Satz fehlte noch etwas Konzentration gegen die in der Annahme und der Feldabwehr besonders starken Osnabrücker. Doch der SCSV steckte keineswegs auf und bewies ein weiteres Mal eine gute Moral – so holte sich der Neuling den zweiten Abschnitt knapp, auch dank einer Steigerung in allen Elementen. Anschließend war das Heimteam eigentlich schon auf der Siegerstraße, verlor aber nach einer 19:13-Führung plötzlich komplett den Faden im Angriff und musste nach einem 2:12-Negativlauf den ersten Punkt in dieser Spielzeit hergeben. Doch umso besser wurde es danach. Von Beginn zogen die Speller im vierten Satz davon. Beim 8:1 war schon eine Vorentscheidung gefallen, die Blocks von Lena Höving und Lara Wagner ließen Schinkel nicht mehr herankommen, auch wenn am Ende noch sechs Satzbälle liegengelassen wurden.

Richtig dramatisch wurde es dann im Tiebreak, die Partie wurde immer hitziger. Mal führte die eine Seite mit zwei, drei Punkten, mal die andere. Beim 9:12 sah der Aufsteiger schon fast aus wie der Verlierer. Aber beim 14:12 nach einer Aufschlagreihe der gerade eingewechselten Astrid Cremer hatte Spelle plötzlich zwei Matchbälle. Auch die Blau-Weißen ließen sich jedoch keineswegs hängen und wendeten das Blatt noch mal. Beim 16:15 waren sie nur einen Zähler vom Sieg entfernt. Jetzt wurde es richtig dramatisch und hektisch. In dieser letzten Phase war Fortuna aufseiten des Gastgebers, weil der ansonsten angriffsstarke Gegner sich auf einmal Fehler erlaubte. Als der letzte Ball ins Aus segelte, war der Jubel beim SCSV riesig. Kein Wunder nach dieser Nervenschlacht.

Es spielten für den SCSV: Astrid Cremer, Martina Finke, Lena Höving, Yvonne Knieper, Alina Kulüke, Kirsten Niehaus, Ilona Pötter, Melanie Rietmann, Ilka Wagner, Lara Wagne

Einen besseren Start hätte man sich nicht wünschen können. Mit einem 3:1 Sieg (25:20; 28:26; 18:25; 25:12) gegen den VC Osnabrück III beendeten die Volleyballerinnen des SC Spelle-Venhaus II ihr erstes Saisonspiel in der Landesliga. Und das trotz personeller Engpässe. Trainer Hermann Preun musste heute auf die Zuspielerinnen Marie Rauen und Yvonne Knieper verzichten (beide verletzt) und ebenfalls auf die verhinderte Mittelblockerin Melanie Rietmann. Über die Mitte kam nun Außenangreiferin Lara Wagner zum Zug, Lena Höving rückte von der Diagonalposition ins Zuspiel. Außerdem half Nicole Sturm aus, die kurzfristig für die Zuspielposition reaktiviert wurde. Geradezu unbeeindruckt von diesen personellen Problemen starteten die SCSV Damen in den ersten Satz. Kirsten Niehaus, diesmal als Kapitänin auf dem Feld, brachte ihr Team durch eine Aufschlagserie von acht Punkten gegen Mitte des Satzes weit in Führung. Durch diesen Puffer gelang in einem ansonsten recht ausgeglichenen Durchgang der erste Satzgewinn. Der zweite Satz gestaltete sich knapper. Der Block der Osnabrücker packte immer öfter zu und die ebenfalls gute Abwehr erschwerte es dem SCSV den Ball auf den Boden zu bekommen. Dann kamen noch Fehler im Aufschlag dazu. Doch irgendwie war nach drei ungenutzten Satzbällen das Glück doch auf der Speller Seite und auch der zweite Satz ging an den Gast. Im dritten Durchgang verbesserte sich der VCO weiter. Im Block war kaum noch ein Durchkommen, außerdem setzten die starken Aufschläge die Speller unter Druck. Der eigene Block war hingegen kaum vorhanden. So ging der Satz deutlich und verdient an den Gastgeber. Doch im nächsten Satz wachten die Speller wieder auf. Hermann Preun animierte sein Team den Angriff variabler zu gestalten und dies gelang bestens. Kapitänin Kirsten Niehaus versenkte aus allen Positionen ihre Angriffe im gegnerischen Feld. Martina Finke drehte in der Abwehr hingegen noch einmal richtig auf und kratzte auch noch so verloren geglaubte Bälle vom Boden. Somit gelang den Spellern zum Abschluss noch einmal ein richtig starker Satz, der keinen Zweifel mehr daran ließ, dass die Bezirksliga-Zeiten schon lange vorbei sind. So kann’s weiter gehen! P.S.: Wir bedanken uns ganz herzlich bei unseren brandneuen Betreuerinnen Silvia Niehaus, Sonja Wagner und Marlies Knieper, die uns nach dem Spiel mit geschnippeltem Obst, Kaffee, Kuchen und ein bisschen Sekt versorgt haben und freundlicherweise das Waschen unserer Trikots übernehmen!!!

Der Tabellenletzte und der Tabellenerste sind heute ab 15 Uhr unsere Gegner. Satte vier Wochen nach dem erfolgreichen Saisonauftakt (3:1 beim VC Osnabrück III) geht es nun endlich weiter. Und das gleich mit einem Doppelpack beim Heimdebüt gegen Schlusslicht TV Cloppenburg und Spitzenreiter BW Schinkel. Leider fällt Zuspielerin Marie Rauen weiter mit einem Bänderriss aus, der Rest des Kaders ist aber fit und hofft, die weiße Weste wahren zu können. Alle anderen Teams in der Liga haben sich immerhin schon Punktverluste geleistet.

Volle Halle, beste Stimmung und eine Mannschaft, die genau zum richtigen Zeitpunkt ihre Top-Form abruft – das war ein perfekter Nachmittag im Sportzentrum Brink. Die Zweite des SC Spelle-Venhaus hat als Bezirksliga-Zweiter das große Ziel erreicht und mit zwei Siegen den Landesliga-Aufstieg perfekt gemacht. Mit 3:1 (25:22, 25:8, 18:25, 25:18) schlug das Team BW Emden-Borssum II, den Vizemeister einer Parallelstaffel, und mit 3:0 (25:22, 25:21, 25:13) die TG Wiesmoor, den Landesliga-Viertletzten.

Obwohl die Spielerinnen eine anstrengende Doppelschicht absolvieren mussten, war am Ende noch genug Puste vorhanden, um eine wilde Fete zu feiern. Zunächst mit den lautstarken Fans, dann im engsten Kreis. Soviel sei verraten, das war eine lange Nacht...

Sportlich war es durchaus ein hartes Stück Arbeit, das der SCSV verrichten musste. Gerade im ersten Duell musste schon eine Glanzleistung her, denn der Kontrahent BW Emden-Borssum brachte eine erfahrene, angriffsstarke und vehement unterstützte Truppe an den Start, in der auch schon die eine oder andere Oberliga-Erfahrung mitbrachte. Der Start ließ wenig Gutes erahnen, beim 3:9 gab es einige fragende Gesichter im Speller Lager. Doch peu á peu tasteten sich die Gastgeber heran. Anfangs profitierten sie von gegnerischen Fehlern, über ein starkes Service wurden sie dann selbst immer aktiver und brachten trotz großer Gegenwehr Satz eins ins Ziel. Die sensationellen Aufschläge machten Abschnitt zwei zu einer klaren Angelengeheit – nur vier Mädels schritten insgesamt an die Linie. Kirsten Niehaus und Melanie Rietmann brachten es jeweils auf eine Neunerserie. Borssum schien konsterniert, kämpfte sich aber in Satz drei zurück und gewann diesen recht souverän. Da drohte noch mehr zu kommen von den Ostfriesen, doch rechtzeitig fand der SCSV seinen Rhythmus wieder, zog passend zum Finale des bis dahin engen vierten Satzes das Tempo noch mal an und machte nach 93 Minuten dank eines Borssumer Fehlers den Deckel drauf.

Teil eins der Mission war also geschafft. Und was da noch keiner wissen konnte, es war der weitaus schwierigere. Für die Partie gegen Wiesmoor schafften es die Speller Anhänger trickreich, die Zuschauer aus Emden auf ihre Seite zu ziehen. Gemeinsam mit dem Heimpublikum machten die Gäste also richtig Alarm. Und das beflügelte das Team erst recht. Der Start klappte super (6:1), von Anfang an hatte niemand das Gefühl, dass die Sache noch schief gehen könnte. Doch auch die TG zeigte große Moral, ließ sich nie abschütteln. Wenn es ernst wurde, hatte der Gastgeber trotzdem immer eine Antwort parat. Im ganzen Match war dem Gegner keine Führung gestattet. In den ersten beiden Sätzen schrumpfte ein großer Vorsprung noch mal, ehe der SCSV seine Klasse ausspielte. Das galt genauso für den dritten Abschnitt, in dem überhaupt keine Zweifel mehr aufkamen am Aufstieg. 66 Minuten waren gespielt, als Wiesmoor am Netz übergriff und dem Konkurrenten so den 25. Punkt schenkte.

Was folgte, war eine ausgelassene Party mit vielen, vielen Gratulationen von Vereinsfreunden, reichlich Konfetti (auch wenn die erste Kanone zu früh zündete), motivierenden Spruchbändern, Tanzeinlagen im Kreis, La-Ola-Wellen sowie natürlich - Schnaps und Bier. Das Schlusswort gehört nun aber Trainer Herman Preun: „Die Mannschaft hat einfach toll gespielt. Sie hatte schon seit Wochen eine super Verfassung und hat sich den Aufstieg mehr als verdient.“ Damit ist alles gesagt. Cheers

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